Parodontologie

Was ist Parodontologie/ Parodontitis?

Das Parodont ist der Zahnhalteapparat/ das Zahnbett des Zahnes. Das Parodont ist wie das Fundament eines Hauses: es sollte stabil sprich gesund sein. Ohne gutes Fundament ist ein noch so schönes Haus wertlos. Dasselbe gilt für die Zähne. Die Erkrankung des Zahnhalteapparates nennt man Parodontitis (früher Parodontose) = eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Die Ursachen sind sehr häufig mangelnde Mundhygiene. Hinzu kommen modifizierende Ursachen, die die Erkrankung begünstigen können wie z.B. Rauchen, Diabetes, Immunschwächekrankheiten.

Diagnose/ Früherkennnung

Bei regelmässiger zahnärztlicher Kontrolle gehört eine Untersuchung des Zahnfleisches (Gingiva) und des Zahnhalteapparates (Parodont) dazu. Man überprüft die Sondierungstiefen des Zahnes. Bei erhöhten Werten von 4-6mm spricht man von einer beginnenden Parodontitis, bei Werten über 6mm von einer schweren fortgeschrittenen Parodontitis. Dies kann lokalisiert, aber auch generalisiert auftreten. Es empfiehlt sich die Erstellung eines Parodontalstatus. Eine Therapie ist notwendig.

Therapie

Die Therapie verläuft sehr schematisch in mehreren Phasen. 1. Hygienephase: Zahnsteinentfernung und Wurzelglättung durch Dentalhygienikerin oder Zahnarzt. In diese Initialphase gehört die Instruktion der Mundhygiene, zeigen von zusätzlichen Hilfsmitteln wie Zahnseide und Interdentalbürstchen. Wichtig ist auch die Motivation des Patienten. Ziel dieser Phase ist es, eine optimale Mundhygiene ohne Plaquebeläge zu erlangen. 2. Reevaluation: Das heisst eine Neu- oder Wiederbeurteilung des Zahnhalteapparates nach der ersten Hygienephase. Häufig reicht nun ein engmaschiges Recall durch die Dentalhygienikerin und den Zahnarzt, um die Mundhygiene zu kontrollieren, den Patienten auf mögliche Schwachstellen aufmerksam zu machen und allfälligen Zahnstein zu entfernen. War die Parodontitis bereits fortgeschritten, ist meist ein Parodontalchirurgischer Eingriff unumgänglich.

Parodontalchirurgische Therapie

Diese Phase der Therapie erlaubt die Behandlung der Wurzeloberfläche unter Sicht und wird vom Zahnarzt durchgeführt. Voraussetzung ist, dass die Mundhygiene nun stimmt und der Patient muss motiviert sein, seine Zähne zu erhalten.

Erhaltungsphase

Der Langzeiterfolg einer Parodontitistherapie zeigt sich erst in dieser Phase. Eine konsequente Überwachung der Mundhygiene, ein Recallsystem und die regelmässige Remotivation des Patienten sind Garant für diesen Erfolg. Nicht zuletzt ist der Patient mit seinen Bemühungen und der eigenen Motivation selbst für den Erfolg verantwortlich.

Link zur Homepage der schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie www.parodontologie.ch